Spielplatz Berghausen: Aus Bestand wird Teilhabe
Inklusion auf dem Spielplatz muss nicht bei null beginnen. Viele bestehende Anlagen bringen bereits gute Voraussetzungen mit, um sie gezielt weiterzuentwickeln und für mehr Menschen nutzbar zu machen.
Beim Projekt Berghausen wurde genau dieser Weg umgesetzt: Der vorhandene Spielplatz wurde nicht komplett ersetzt, sondern mit durchdachten Maßnahmen ergänzt, angepasst und erweitert. So entstand ein Spielraum, der mehr Zugänglichkeit, mehr Orientierung, mehr Bewegungsangebote und mehr Begegnung ermöglicht.
Vor dem Umbau: Potenzial im Bestand
Vor dem Umbau waren viele Bereiche und Spielgeräte nur eingeschränkt erreichbar. Kies als Fallschutz, hohe Einstiegssituationen und fehlende Orientierungshilfen erschwerten insbesondere mobil eingeschränkten und sehbeeinträchtigten Menschen die Nutzung.
Auch das gemeinsame Spiel war nur begrenzt möglich. Die vorhandenen Geräte boten wenig Möglichkeiten für Kinder mit unterschiedlichen körperlichen oder motorischen Fähigkeiten. Begegnungsflächen entstanden kaum, weil viele Spielbereiche nicht selbstverständlich zugänglich waren.
Der Ansatz: Bestehendes nutzen, Teilhabe erweitern
Gemeinsam mit dem Auftraggeber entwickelte HUCK ein Konzept, das die vorhandenen Strukturen aufgreift und gezielt weiterdenkt. Im Mittelpunkt stand nicht ein einzelnes inklusives Spielgerät, sondern das Zusammenspiel aus Zugang, Orientierung, Spielwert und Begegnung.
Durch den Einsatz der HUCK Inklusionsmatte, angepasste Einstiege, kontrastreiche Orientierungselemente und ergänzende Spielangebote wurde der Spielplatz Schritt für Schritt inklusiver gestaltet.
Nach dem Umbau: Mehr Zugang, mehr Orientierung, mehr gemeinsames Spiel
Die HUCK Inklusionsmatte schafft nun eine barrierearme Wegführung über den Spielplatz und ermöglicht den Zugang bis an die einzelnen Spielgeräte. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen können sich leichter über das Gelände bewegen und näher an das Spielgeschehen herankommen.
Farbige Leitpfosten, zweifarbige Seile und gut erkennbare Führungsseile verbessern die Orientierung. Besonders sehbeeinträchtigte Menschen profitieren von klareren Strukturen und besser wahrnehmbaren Leitelementen.
Gleichzeitig wurden die Spielmöglichkeiten erweitert: Neue Einstiege, Sitzmöglichkeiten, Bewegungsangebote und zusätzliche Spielbereiche schaffen mehr Chancen zum Mitspielen, Zuschauen, Ausprobieren und Begegnen.
Lösungen im Detail
Beim Piratenschiff „Störtebeker“ erleichtern eine Gefühlsdusche, ein Gummimattenaufstieg, zweifarbige Seile sowie eine Umsetzkiste mit Leitpfosten und Führungsseil den Zugang und die Orientierung im Spielgerät.
Der neue Spiralkreisel mit Inklusionsmatte erweitert den Spielplatz um ein zusätzliches Bewegungsangebot. Kinder können je nach Fähigkeit sitzen, liegen oder sich festhalten und die leichte Drehbewegung gemeinsam erleben.
Auch die große Kletterpyramide wurde weiterentwickelt. Sitzöffnungen im unteren Ring sowie farblich markierte Seile machen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade besser erkennbar und eröffnen neue Nutzungsmöglichkeiten.
Das Original HUCK Vogelnest Sombrero® ist nun über die Inklusionsmatte besser erreichbar. Durch die integrierte Anlehnfunktion bietet es zusätzlichen Halt und unterstützt besonders mobil eingeschränkte Kinder beim Schaukeln.
Inklusion ist kein Neubauprojekt
Das Projekt Berghausen zeigt: Bestehende Spielplätze können mit gezielten Maßnahmen deutlich inklusiver werden. Nicht jede Veränderung muss groß sein – entscheidend ist das Zusammenspiel.
Wenn Zugänglichkeit, Orientierung, Bewegung und Begegnung gemeinsam gedacht werden, entsteht aus Bestand ein Spielraum, der mehr Menschen einbezieht.
Sie möchten einen bestehenden Spielplatz inklusiver gestalten?
Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, welche Möglichkeiten Ihr vorhandener Spielplatz bietet – von der barrierearmen Wegführung über angepasste Spielgeräte bis hin zu individuellen Lösungen für mehr Teilhabe.
Kontakt: seiltechnik@huck.net